Akut & Reha

    Betreuung nach dem Spitalaufenthalt: Den Übergang nach Hause meistern

    PflegeInfo24 Redaktion
    2. April 2026
    8 Min. Lesezeit
    Betreuung nach dem Spitalaufenthalt: Den Übergang nach Hause meistern

    Auf einen Blick

    Nach einer Operation, einem Sturz oder einer akuten Erkrankung ist der Übergang vom Spital nach Hause oft die kritischste Phase. Wer hier gut geplant ist, vermeidet Wiedereintritte ins Spital und schafft die Basis für eine stabile Genesung.

    Frühzeitig planen – schon im Spital

    Sprechen Sie das Austrittsmanagement bzw. die Pflegeüberleitung des Spitals aktiv an – idealerweise wenige Tage nach der Aufnahme. Diese Fachpersonen koordinieren Spitex, Hilfsmittel, Reha-Plätze und Übergangspflege.

    Akut- und Übergangspflege (AÜP)

    Die Akut- und Übergangspflege ist eine gesetzlich verankerte Leistung der Krankenkasse. Sie wird im Anschluss an einen Spitalaufenthalt für maximal zwei Wochen pro Jahr gewährt – ambulant zuhause durch die Spitex oder stationär in einer dafür anerkannten Institution. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung im Spital.

    Wichtig

    AÜP-Leistungen werden vollumfänglich von der Krankenkasse und dem Wohnkanton übernommen. Für Sie entstehen keine Pflegekosten – sofern die Verordnung rechtzeitig im Spital erfolgt.

    Welche Unterstützung ist sinnvoll?

    • Spitex für Wundversorgung, Medikamentenmanagement und Mobilisation
    • Physio- und Ergotherapie ambulant zuhause
    • Hauswirtschaftliche Hilfe für Einkauf, Wäsche und Reinigung
    • Mahlzeitendienste in den ersten Wochen
    • Begleitperson für Arzttermine und Wiederkontrollen

    Wohnumfeld vorbereiten

    Vor dem Spitalaustritt sollte das Zuhause so vorbereitet sein, dass Stürze und Überforderung vermieden werden. Lassen Sie sich von einer Ergotherapeutin oder einer Pflegefachperson beraten.

    • Bett mit guter Höhe, eventuell Pflegebett zur Miete
    • Haltegriffe in Bad und WC, rutschfeste Matten
    • Rollator, Gehstock oder Rollstuhl bereitstellen lassen
    • Notruf-System oder Mobiltelefon in Reichweite
    • Vorräte für 1–2 Wochen, damit nicht sofort Einkäufe nötig sind

    24-Stunden-Betreuung als Brücke

    In manchen Situationen reicht die Spitex nicht aus – etwa bei starker Sturzgefahr, Verwirrtheit oder fehlenden Angehörigen. Eine 24-Stunden-Betreuung kann den Übergang sicher überbrücken, bis Selbstständigkeit oder eine dauerhafte Lösung gefunden ist.

    Schnelle Hilfe nach dem Spital

    Wenn der Spitalaustritt bevorsteht und Sie kurzfristig Unterstützung brauchen: Bei PflegeInfo24.ch organisieren wir innerhalb weniger Tage passende Spitex- oder Betreuungslösungen in Ihrer Region in der Schweiz. Schreiben Sie uns kurz Ihre Situation – wir melden uns ruhig und persönlich zurück.

    Persönliche Beratung gewünscht?

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