Veröffentlicht am 02.04.2026 · aktualisiert am 27.09.2026
8 Min. Lesezeit
Auf einen Blick
Nach einer Operation, einem Sturz oder einer akuten Erkrankung ist der Übergang vom Spital nach Hause oft die kritischste Phase. Wer hier gut geplant ist, vermeidet Wiedereintritte ins Spital und schafft die Basis für eine stabile Genesung.
Kurz erklärt
Nach einer Operation, einem Sturz oder einer akuten Erkrankung ist der Übergang vom Spital nach Hause oft die kritischste Phase. Wer hier gut geplant ist, vermeidet Wiedereintritte ins Spital und schafft die Basis für eine stabile Genesung.
Für Angehörige und Familien, die Pflege zu Hause organisieren.
Kosten hängen von Pflegebedarf, Leistung und Finanzierung ab.
Die Krankenversicherung beteiligt sich an Pflegeleistungen nach KLV; Betreuung und Haushalt bezahlt sie grundsätzlich nicht.
Angaben ohne Gewähr, Stand 2026, massgebend sind Kanton und Krankenkasse.
Frühzeitig planen – schon im Spital
Sprechen Sie das Austrittsmanagement bzw. die Pflegeüberleitung des Spitals aktiv an – idealerweise wenige Tage nach der Aufnahme. Diese Fachpersonen koordinieren Spitex, Hilfsmittel, Reha-Plätze und Übergangspflege.
Akut- und Übergangspflege (AÜP)
Die Akut- und Übergangspflege ist im Krankenversicherungsgesetz verankert (Art. 25a Abs. 2 KVG). Sie wird im Anschluss an einen Spitalaufenthalt während höchstens zwei Wochen nach dem Spitalaufenthalt gewährt – ambulant zuhause durch die Spitex oder stationär in einer dafür anerkannten Institution. Voraussetzung ist, dass sie im Spital gemeinsam von einer Ärztin oder einem Arzt und einer Pflegefachperson angeordnet wird.
Wichtig
Die AÜP wird von Krankenversicherung und öffentlicher Hand finanziert, im Kanton Zürich zu 45 Prozent von den Krankenversicherern und zu 55 Prozent von der Wohngemeinde. Eine Patientenbeteiligung darf nicht verrechnet werden; Franchise und Selbstbehalt der Krankenversicherung sind davon nicht ausgenommen. Wichtig ist, dass die AÜP rechtzeitig vor dem Austritt im Spital angeordnet wird.
Welche Unterstützung ist sinnvoll?
Spitex für Wundversorgung, Medikamentenmanagement und Mobilisation
Physio- und Ergotherapie ambulant zuhause
Hauswirtschaftliche Hilfe für Einkauf, Wäsche und Reinigung
Mahlzeitendienste in den ersten Wochen
Begleitperson für Arzttermine und Wiederkontrollen
Wohnumfeld vorbereiten
Vor dem Spitalaustritt sollte das Zuhause so vorbereitet sein, dass Stürze und Überforderung vermieden werden. Lassen Sie sich von einer Ergotherapeutin oder einer Pflegefachperson beraten.
Bett mit guter Höhe, eventuell Pflegebett zur Miete
Haltegriffe in Bad und WC, rutschfeste Matten
Rollator, Gehstock oder Rollstuhl bereitstellen lassen
Notruf-System oder Mobiltelefon in Reichweite
Vorräte für 1–2 Wochen, damit nicht sofort Einkäufe nötig sind
24-Stunden-Betreuung als Brücke
In manchen Situationen reicht die Spitex nicht aus – etwa bei starker Sturzgefahr, Verwirrtheit oder fehlenden Angehörigen. Eine 24-Stunden-Betreuung kann den Übergang sicher überbrücken, bis Selbstständigkeit oder eine dauerhafte Lösung gefunden ist.
Schnelle Hilfe nach dem Spital
Wenn der Spitalaustritt bevorsteht und Sie kurzfristig Unterstützung brauchen: Bei PflegeInfo24.ch informieren wir Sie und vermitteln an passende Spitex- oder Betreuungslösungen in Ihrer Region in der Schweiz. Schreiben Sie uns kurz Ihre Situation – wir melden uns ruhig und persönlich zurück.
Persönliche Beratung gewünscht?
Wir ordnen Ihre Situation ein und vermitteln auf Wunsch an passende Anbieter in Ihrer Region.
Quellen und Redaktion
Stand der Angaben: September 2026 · Redaktion PflegeInfo24.ch. Die Inhalte dienen der Orientierung.
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