Palliative Care in Winterthur – Begleitung zu Hause und im Spital
Wenn eine Krankheit nicht mehr heilbar ist, rückt Lebensqualität in den Mittelpunkt. In Winterthur greifen allgemeine Palliativpflege durch die Spitex, spezialisierte mobile Teams und das Zentrum für Palliative Care des Kantonsspitals ineinander. Diese Seite zeigt, wer was übernimmt und wie der Weg zu Hause gelingen kann.
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Kurz erklärt
Die Spitex Stadt Winterthur begleitet Palliativsituationen zu Hause und leitet Angehörige an.
Palliaviva (Team Rot) betreut komplexe Situationen in den Regionen Winterthur und Andelfingen und ist über eine Pikettnummer rund um die Uhr erreichbar.
Das Zentrum für Palliative Care am KSW umfasst eine Palliativstation mit 12 Einzelzimmern, einen Konsiliardienst und eine ambulante Sprechstunde.
Zu Hause beträgt die Patientenbeteiligung für Pflege höchstens CHF 7.65 pro Tag, zusätzlich zu Franchise und Selbstbehalt der Krankenkasse; Betreuung und Präsenz werden separat bezahlt.
Angaben ohne Gewähr, Stand 2026, massgebend sind Kanton und Krankenkasse.
Allgemeine und spezialisierte Palliative Care
Die meisten Palliativsituationen können von der Hausärztin oder dem Hausarzt zusammen mit einer Spitex begleitet werden. Die Spitex Stadt Winterthur leitet Angehörige in der Pflege an, erhöht bei Bedarf die Einsätze und steht für Gespräche zur Verfügung. Auch private Organisationen in Winterthur bieten Palliativpflege an.
Bei komplexen Symptomen – starke Schmerzen, Atemnot, Unruhe – kommt spezialisierte Palliative Care dazu. In Winterthur ist dafür Palliaviva mit dem Team Rot zuständig, das die Gemeinden der Regionen Winterthur und Andelfingen betreut.
Spezialisierte Palliative Care zu Hause
Palliaviva arbeitet im Auftrag von Hausärztinnen und Hausärzten, Spitex-Teams und Spitälern. Das Team unterstützt bei Symptomkontrolle, Notfallplanung und vorausschauender Planung und ist über eine Pikettnummer rund um die Uhr erreichbar, um ungewollte Spitaleinweisungen zu vermeiden. Die Zuweisung erfolgt über eine ärztliche Verordnung.
Für Patientinnen und Patienten zu Hause fällt eine Patientenbeteiligung von höchstens CHF 7.65 pro Tag an, zusätzlich zu Franchise und Selbstbehalt der Krankenkasse; die übrigen Kosten tragen Krankenkasse, Wohngemeinde und Spenden.
Zentrum für Palliative Care am Kantonsspital Winterthur
Das KSW betreibt ein Zentrum für Palliative Care mit einer Palliativstation (12 Einzelzimmer, bis zu 400 Patientinnen und Patienten pro Jahr), einem Konsiliardienst für andere Abteilungen und einer ambulanten Sprechstunde für Betroffene und Angehörige. Das Zentrum trägt seit 2014 das Label «Qualität in Palliative Care».
Die Palliativstation ist kein Hospiz für einen langen Aufenthalt, sondern dient der Stabilisierung komplexer Situationen. Danach wird gemeinsam geplant, ob der Weg nach Hause, in ein Pflegeheim oder in eine andere Einrichtung führt.
Zu Hause sterben: was Familien organisieren sollten
Damit die Begleitung zu Hause trägt, braucht es einen Notfallplan, geregelte Medikamente für Krisen, Hilfsmittel wie ein Pflegebett und eine klare Ansprechperson für Nacht und Wochenende. Angehörige sollten wissen, wen sie wann anrufen.
Oft reicht die Pflege allein nicht aus: Präsenz in der Nacht, Sitzwachen oder zusätzliche Betreuung am Tag werden privat organisiert und bezahlt. Fragen Sie früh nach, welche Organisation solche Einsätze in Ihrer Situation leisten kann.
Bei Krebserkrankungen
Palliative Care ist nicht nur für die letzten Tage gedacht. Das KSW betont, dass palliative Begleitung früh und parallel zu Therapien wie Chemotherapie beginnen kann. Pflege zu Hause – etwa Symptomkontrolle, Infusionen oder Portpflege – wird auf ärztliche Anordnung durch eine Spitex erbracht.
PflegeInfo24.ch ist keine Spitex und erbringt keine Pflege. Wir ordnen Ihren Bedarf kostenlos ein und geben Ihre Anfrage nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung an ausgewählte passende Anbieter weiter.
Wer bietet in Winterthur spezialisierte Palliative Care zu Hause an?
Palliaviva betreut mit dem Team Rot die Regionen Winterthur und Andelfingen, im Auftrag von Hausärzten, Spitex und Spitälern. Das Team ist über eine Pikettnummer rund um die Uhr erreichbar.
Was kostet Palliative Care zu Hause?
Für die Pflege fallen Franchise und Selbstbehalt der Krankenkasse sowie höchstens CHF 7.65 Patientenbeteiligung pro Tag an. Den Rest tragen Krankenkasse und Wohngemeinde. Zusätzliche Betreuung oder Präsenz wird separat bezahlt.
Gibt es in Winterthur eine Palliativstation?
Ja. Das Zentrum für Palliative Care am Kantonsspital Winterthur hat eine Palliativstation mit 12 Einzelzimmern.
Braucht es eine ärztliche Verordnung?
Für Behandlungspflege wie Schmerz- oder Symptombehandlung ja, meist durch die Hausärztin, den Hausarzt oder das Spital. Abklärung, Beratung und Grundpflege kann eine Pflegefachperson nach KLV auch ohne ärztliche Anordnung erbringen.
Quellen und Redaktion
Stand der Angaben: September 2026 · PflegeInfo24.ch Redaktion. Die Inhalte dienen der Orientierung und ersetzen keine individuelle medizinische, rechtliche oder finanzielle Beratung.
Wir klären, welche Unterstützung zu Hause ergänzt werden kann.
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